Kennse schon Daniels kleine Farm?

HomeKennse schon?

Kennse schon Daniels kleine Farm?

Kennse schon Yoga und Krautgeflüster?
Kennse schon unseren Partner lialo?
Kennse schon Epple Cider?

Ein kleines, unscheinbares Holztor führt uns direkt in unser persönliches Paradies – eine Alpaka-Farm! 22 Alpakas und 2 Lamas wohnen auf Daniels kleiner Farm am Rande von Castrop Rauxel auf der mehr als 2ha großen Weidefläche und lassen Herzen höherschlagen. Seit dem Frühjahr 2022 verbindet uns mit der Alpaka Farm nicht nur die Liebe zu den flauschigen Tieren, sondern auch eine Partner- und Patenschaft. Ja, richtig gehört! Wir freuen uns sehr, Daniel und seine Farm als Reviererlebnisse-Partner und seine Alpaka-Erlebnisse auf unserem Erlebnisportal begrüßen zu dürfen. Außerdem sind wir seit einigen Monaten stolze Paten von einem der neuesten Farmbewohner: Rocketman! In einem unterhaltsamen, lustigen und spannenden Interview hat Daniel uns Frage und Antwort gestanden und mit uns über Alpakas, Lamas, die Entstehungsgeschichte der Farm, sein Angebot, berührende Geschichten und das Ruhrgebiet gesprochen.

Vom Mediengestalter zum stolzen Alpaka-Farm-Besitzer

Daniel mit einem seiner Alpakas
Foto by Daniels kleine Farm

Reviererlebnisse: Fangen wir mal von vorne an, wer bist Du?
Daniel: Ich bin Daniel Hischke, bin 46 Jahre alt und vor ein paar Jahren war ich noch ein ganz normaler berufstätiger Mediengestalter mit einem Studium in Medieninformatik. Naja und vor einigen Jahren kam ich auf die Idee ein Projekt zu starten, als Ausgleich zu meinem Mediengestalterdasein. Und deswegen sitzen wir glaube ich heute auch hier zusammen, richtig? (lacht)

Reviererlebnisse: Ganz genau, und wir haben eine Menge Fragen! (lachen) Wie bist du denn genau dazu gekommen? Bei einem Projekt als Ausgleich fällt es den Wenigsten wahrscheinlich spontan ein, Alpakas auf eine Wiese zu stellen und eine Alpaka-Farm zu eröffnen.
Daniel: Am Anfang war es wirklich eine rein „egoistische“ Maßnahme, zur eigenen Zufriedenstellung sozusagen, als Ausgleich zum täglichen Job. Ich wusste, dass dieser Ausgleich irgendetwas in der Natur sein musste, draußen und am allerliebsten mit Tieren.

Reviererlebnisse: Warst Du denn schon immer tierlieb?
Daniel: Absolut, schon als Kind habe ich mit der Kaninchenhaltung meine Tierliebe entdeckt und bis heute spielen Tiere ein ganz große Rolle für mich. Vor Jahren habe ich z.B. auch mal mit Hühnerhaltung angefangen, weil ich das ganz reizvoll fand, diese Eierdiskussion nicht mehr führen zu müssen – vor allem, wenn man im Supermarkt steht und welche kaufen möchte. Und schon da habe ich gespürt, dass mir das liegt. Sich kümmern, Tiere zu versorgen, einfach so ein bisschen mehr Tierhaltung, als man es gemeinhin gewöhnt ist von der Heimtierhaltung.

Vom Alltags-Ausgleich zum Lebensprojekt: die Alpaka-Farm

Reviererlebnisse: Wie bist Du dann auf Alpakas gekommen?
Daniel: Nach vielen Abwägungen ist das Alpaka am Ende das Tier gewesen, das mich am meisten interessiert und auch fasziniert hat.
Reviererlebnisse: Einfach so auf die Idee zu kommen, sich Alpakas anzuschaffen … (lachen)
Daniel: Ja ich meine, schaut ihn Euch doch an! (Daniel zeigt auf ein Alpaka, das ganz entspannt neben uns steht, glücklich frisst und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt)
Reviererlebnisse: Wir sagen jetzt auch dauernd, dass wir Alpakas haben möchten, deshalb können wir das absolut nachvollziehen! (lachen) Aber wie kam es denn ganz genau dazu?
Daniel: Also das kam so: Ich hatte irgendwie eine anständige Summe Gespartes auf dem Konto und wusste nicht, was ich damit jetzt machen sollte. Nur eines war mir bis dahin klar: dass ich dieses Gesparte für mich selbst ausgebe, für etwas, das mir persönlich viel bringt, mich glücklich macht. Bei diesem Gedankengang kam dann auch so ein gewisser Mut gleich mit. Ich meine, warum keine Alpakas? Andere haben teure Hobbies, wie z.B. Surfen, und kaufen erstmal für 5000 € Surfequipment, bevor sie überhaupt auf dem Wasser gewesen sind. Deshalb habe ich dann gedacht „Mach das, das wird Dir gut tun und wenn alle Stricke reißen, dann wird es immer eine Lösung geben, egal, was kommen mag!“
Natürlich war mir schon klar, dass das eine Entscheidung für die Zukunft ist, aber das sollte es auch sein – ein Lebensprojekt.

„Mach das, das wird Dir gut tun!“

Reviererlebnisse: Wann ging es konkret los?
Daniel: 2015 habe ich angefangen – mit einer Wiese und zunächst fünf Alpakas. Beziehungsweise, das Projekt fing für mich eigentlich schon etwas über ein Jahr zuvor an: Weihnachten 2013 habe ich einen Gutschein für eine Alpaka-Trekkingtour geschenkt bekommen, weil meine Freundin es nicht mehr ertragen hat, dass ich ständig nur noch von Alpakas rede. (lacht) Darum wollte sie mir dann zu Weihnachten eine besondere Freude machen. Die Tour hat damals in Osnabrück stattgefunden und war meine erste Alpaka-Live-Experience, allerdings schon zu einem Zeitpunkt, als ich bereits im Thema war und mit dem Gedanken gespielt und Pläne geschmiedet habe. Nach dieser Trekkingtour war mir dann klar, ich rede nicht mehr darüber „ob“ sondern nur noch darüber „wie“ ich das realisiere.

Reviererlebnisse: Da stellen sich bestimmt auch viele Fragen, wie man so eine Idee umsetzt, oder? Gerade in der Stadt bzw. in Stadtnähe.
Daniel: Genau, ich habe mich dann auch gefragt, wie man das überhaupt macht, wenn man nicht gerade Landwirt ist. Wie zieht man so etwas auf? Ich hatte ja bis zu diesem Zeitpunkt auch noch keine Fläche. Irgendwann ist dann im Zusammenhang mit dem Thema Grünflächen der Kontakt zur Stadt Castrop entstanden und dann wurde mir das hier (zeigt um sich herum über das Gelände) mehr oder weniger angeboten. Natürlich kam dieses Angebot nicht einfach so, ich habe zunächst meine Intentionen dargelegt, auch meine Idee, ein bisschen Trekking anzubieten. Und dann bekam ich tatsächlich ein Angebot: diese Fläche, mit der Option, den „unteren“ Bereich hinzuzunehmen, falls gewünscht. Naja und das war gewünscht (lacht). Schon nach dem ersten Jahr waren es sieben und dann neun Alpakas, bis jetzt mittlerweile 22 Alpakas und 2 Lamas auf der Farm wohnen.
Reviererlebnisse: 24 Tiere sind ja auch schon eine ganze Menge, oder?
Daniel: Ja, ich muss aber sagen, das war auch so in der Art von Anfang an geplant. 20 Tiere waren schon immer so ein bisschen die Traumzahl, das ist eine schöne, lockere und dynamische Herde, mit allen Altersklassen und allen Farben … die Tiere kommen super miteinander aus, Alpakas und Lamas sind ja schließlich auch Herdentiere.

Alpaka-Trekking mitten im Ruhrpott
Foto by Daniels kleine Farm

Reviererlebnisse: Mal ganz naiv gefragt, woher bekommt man Alpakas? Das ist ja wahrscheinlich ein bisschen was anderes als eine Hundekauf z.B., Alpakas werden doch wahrscheinlich nicht direkt hier um die Ecke gezüchtet, oder?
Daniel: Mittlerweile ist das sogar fast so. Ich bin zu Züchtern gegangen und würde das auch jedem empfehlen, der sich Alpakas anschaffen möchte. Mein damaliger Züchter kam aus dem Rhein-Sieg-Kreis und war ein etablierter Züchter mit entsprechenden Referenzen und Teilnahmen auf den ganzen Shows, also voll in der Szene. Dort gab es dann beispielsweise auch gleichzeitig Seminarangebote für Haltungsinteressierte. Beim Züchter bekommt man auch immer noch ein ganzes Portiönchen Beratung und Erfahrungswerte dazu, das ist wirklich super.

Unterwegs mit den Alpakas
Foto by Daniels kleine Farm

Reviererlebnisse: Kommen alle Alpakas vom gleichen Züchter?
Daniel: Mittlerweile von mehreren, in den ersten Jahren habe ich alle bei dem gleichen gekauft und in den letzten Jahren dann bei einem anderen, in Lünen sogar, also direkt um die Ecke.
Reviererlebnisse: Ach, das ist ja fast die direkte Nachbarschaft!
Daniel: Ja genau, dann muss man die Tiere auch nicht lange durch die Gegend fahren und ihnen eine anstrengende Fahrt aufbürden.

Reviererlebnisse: Wie lange brauchen die Alpakas denn so zur Eingewöhnung? Sind alle Alpakas von Natur aus so zutraulich zu Menschen?
Daniel: Also für das Trekking sollte man schon Tiere aussuchen, die auch ohne Training direkt bei der ersten Begegnung zeigen, dass sie Interesse am Menschen haben. Tiere, die von Grund auf kaum Interesse haben, kann man vielleicht entsprechend trainieren, aber das macht eher keinen Sinn und möchten wir den Alpakas auch nicht aufzwingen. Das bedeutet, wenn ein Alpaka im Stall auf Dich zukommt und die anderen fünf Alpakas, die mit in dem Stall stehen, bleiben im Hintergrund, dann ist das schon ein heißer Kandidat! Auf diese Weise habe ich meine Alpakas auch ausgewählt.

Daniels kleine Farm bietet mit mehr als 2ha Weidefläche viel Platz für alle Tiere


Reviererlebnisse: Sind die Tiere denn dann schon an Menschen gewöhnt oder geschieht das erst bei Euch auf der Farm?
Daniel: Die Alpakas werden meistens halfterführig vom Züchter abgegeben. Damit sind sie natürlich nicht direkt erfolgreiche oder erfahrene Trekkingtiere, sondern können am Halfter von a nach b geführt werden. Das bedeutet aber nicht, dass die Alpakas schon wissen, wie man mit Hundesituationen umgeht und was draußen alles passieren kann – das trainieren wir dann.
Reviererlebnisse: Du sprichst von Hundesituationen, dürfen Hunde mit hierhin?
Daniel: In der Regel nicht. Dafür wäre eine Gewöhnungsphase notwendig und die Zeit hat man normalerweise nicht. Deshalb eignet sich der Hund erstmal nicht als Begleitung, weil dieser für die Alpakas und Lamas die Grundsilhouette eines Feindes hat. Er könnte ein Wolf oder auch ein Puma sein, das ganze Verhalten, die Körpersprache eines Hundes, sagt dem Alpaka „Oh, Alarm!“.

Ein vielseitiges Angebot für jedes Alter: Alpaka-Erlebnisse

Reviererlebnisse: Wie lange hat es nach der Anschaffung der fünf Alpakas gedauert, bis Du die ersten Touren angeboten hast?
Daniel: Knapp 5 Monate später tatsächlich schon. Am 15. Januar 2015 sind die Alpakas auf der Farm angekommen und am 01. Mai 2015 haben wir die ersten Touren gemacht.
Reviererlebnisse: Das war ja dann doch recht schnell!
Daniel: Ja, zu diesem Zeitpunkt fanden die Trekkingtouren dann teilweise noch mit Freunden und Bekannten statt, die das gerne mal machen wollten. Und ab diesem Moment waren dann eigentlich immer alle Touren ausverkauft – egal, wie viele Tiere und wie viele Termine wir angeboten haben …

Yoga umgeben von flauschigen Alpakas – was gibt’s schöneres?
Foto by Daniels kleine Farm

Reviererlebnisse: Was bietest Du auf deiner Farm alles an?
Daniel: Natürlich das klassische Alpaka-Trekking, darüber hinaus haben wir aber auch ein Yoga- und Achtsamkeits-Angebot sowie einen Seifenworkshop. Außerdem befassen wir uns mit dem ganzen Thema „tiergestützte Interventionen“. Da geht’s darum, mit sozialen Einrichtungen Meet & Greets zu machen – also einfach auf die Farm kommen, streicheln, füttern, kleine Touren durchführen. Wir haben aber auch so richtige kleine Events wie eine Schatzsuche auf dem Gelände im Programm, die eignen sich z.B. bei Kindergeburtstagen besonders gut. Dann gibt es aus dem privateren Bereich noch Junggesell:innenabschiede, Fotoshootings, …
Reviererlebnisse: … also alles! (lachen)
Daniel: Jaa so ungefähr. Auch für (schwer) kranke Patient:innen bieten wir Meet & Greets an. Diese Menschen können hier dann eine schöne Zeit mit den Alpakas erleben, aus dem Krankenhaus oder dem Alltag rauskommen. In dem Zuge sind wir auch in der Trauerbegleitung und Palliativmedizin aktiv. Im Grunde umfasst unser Angebot alles, wobei Alpakas helfen können, für eine gute Grundstimmung und eine gute Atmosphäre zu sorgen oder sogar Aufgaben zu übernehmen in Bezug auf Stärkung, Empathie, Selbstvertrauen etc.
Reviererlebnisse: Demnach richtet sich euer Angebot wirklich an alle?!
Daniel: Ja genau! Bei den Zweier-Touren sind oft junge Leute dabei, die eine glücklich Beziehung führen oder führen wollen. Gleichzeitig werden die Touren aber auch von älteren Leuten mit ihren Enkelkindern wahrgenommen und von Freund:innen jeden Alters. Unabhängig vom Alter und dem körperlichen oder geistigen Gesundheitszustand können alle an unseren Angeboten teilnehmen.
Reviererlebnisse: Ihr hattet doch bestimmt auch schon einen Heiratsantrag hier, oder?
Daniel: Jaaa, mehrere sogar…

Alpakas, die verzaubern! – beeindruckende Alpaka-Begegnungen

Reviererlebnisse: Wer ist das jüngste und wer das älteste Alpaka?
Daniel: Die jüngsten beiden sind tatsächlich Sam und Rocketman, beide werden jetzt 1 Jahr alt. Und das älteste Tier ist der graue Jackomo, den ihr vorhin kennengelernt habt, der wird jetzt im Juni 13, das ist unser ältester.
Reviererlebnisse: Wie alt werden Alpakas so im Durchschnitt?
Daniel: Ungefähr 20 Jahre.
Reviererlebnisse: Da hat Jackomo ja noch viele schöne Jahre auf der Farm vor sich!
Daniel: Absolut!

Reviererlebnisse: Gibt es ein besonders schönes Erlebnis im Zusammenhang mit der Farm und den Alpakas, welches Dir besonders in Erinnerung geblieben ist oder Dich besonders berührt hat?
Daniel: Eigentlich ganz viele, beinahe wöchentlich! Am meisten berührt hat mich wahrscheinlich der erste Kontakt zwischen einer Demenzpatientin und unseren Alpakas. Die Tochter und Enkelin hatten den Besuch hier gemeinsam vereinbart, obwohl die Patientin bereits sehr entfremdet von der Außenwelt war, keine neuen Dinge mehr unternahm und neue Situationen allgemein gemieden wurden. Direkt nach der Ankunft sind wir gemeinsam in diesem vorderen Bereich auf die kleinere Wiese gegangen, wo sich mehrere Tiere aufhielten. Sofort fing die Dame an, eines der Alpakas am Rumpf zu kraulen und im Fell zu wühlen. Für mich war das eine ganz normale Situation, schließlich machen das die Menschen hier tagtäglich: die Alpakas streicheln und mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Dann habe ich aber gesehen, dass sowohl bei der Tochter als auch bei der Enkelin schon die ersten Tränen kullerten. Ehrlich gesagt war ich von der emotionalen Reaktion zunächst irritiert, bis die Enkelin mir erzählte, dass es für die beiden an ein Wunder grenzte, dass ihre Oma bzw. Mutter zu den Tieren gegangen und aktiv eine Tätigkeit begonnen hat. Das war unheimlich beeindruckend und berührend! Bei solchen Begegnungen merkt man dann ganz deutlich, welches Potenzial die Gesellschaft und Interaktion mit den Alpakas und Lamas hat. Deshalb sind solche Erlebnisse für mich die bewegendsten Momente. Das zeigt sich genauso bei Autisten oder behinderten Menschen – das Zusammenspiel mit den Alpakas funktioniert sofort und intuitiv.

Reviererlebnisse: Das ist wirklich beeindruckend, welchen Einfluss die Tiere auf uns Menschen haben!
Daniel: Definitiv, denn was bei einer Demenzpatientin beispielsweise im Großen passiert, das passiert auch bei jedem Einzelnen, der zu uns kommt, im Kleinen. Sind Menschen ohne Krankenschein, ohne Diagnose oder Reha wirklich gesund? Brauchen wir nicht alle irgendwie ein bisschen Erholung und Ruhe?
Reviererlebnisse: Absolut, als wir das erste Mal hier bei Euch waren haben wir das sofort genauso empfunden. Wir sind runtergekommen vom Alltagsstress und haben uns einfach mal eine Stunde mit den Alpakas beschäftigt, sie beobachtet, gefüttert und gestreichelt – und die Stunde war blitzschnell vorbei. So schnell geht das, wenn man einfach mal den Kopf ausmacht und den Moment mit den Tieren genießt.
Daniel: Genau, und so geht es jedem, der zu uns kommt. Und irgendwann habe ich dann mal gedacht, „was wäre, wenn man das jetzt auch noch kombiniert, mit entsprechenden Maßnahmen, Therapiezielen usw.?“ Da ist unfassbar viel Potenzial!
Reviererlebnisse: Yoga und Achtsamkeit passen ja dann genau in dieses Programm!
Daniel: Ja, einfach mal abschalten und auf sich achten.

Die Balance zwischen Tierwohl und Kundenzufriedenheit

Reviererlebnisse: Wie lang ist die Strecke, die man bei den Trekkingtouren mit den Alpakas zurücklegt?
Daniel: Die Strecken für die Alpaka-Trekkingtouren sind ca. 5,5 km bis 6 km lang.
Reviererlebnisse: Ist die Strecke anpassbar für Menschen, die nicht ganz so gut zu Fuß sind?
Daniel: Ja klar, nicht bei den regelmäßigen Gruppenterminen, da sich dort ja jeder einbuchen kann und viele auch gerne eine längere Strecke laufen. Aber außerhalb der Regeltermine ist da vieles machbar! Man kann z.B. ein Meet & Greet machen, das findet nur auf dieser Wiese statt und verspricht auch ganz viel Zeit mit den Alpakas. Alternativ kann man innerhalb des Geländes eine kleine Runde gehen, so wie wir gerade, da müssen es nicht immer 6 km in 2 Stunden sein.

Auch die Lamas Max und Moritz gehören zur Herde
Foto by Daniels kleine Farm

Reviererlebnisse: Was ist die größte Herausforderung für Dich?
Daniel: Ich würde sagen, die Balance zwischen unserem Anspruch an Kundenzufriedenheit und dem Tierwohl zu halten. Wir sind sehr Kunden- und Erlebnisorientiert, das Wohl unserer Alpakas und Lamas steht aber natürlich über allem, darum müssen sich beide Komponenten die Waage halten. Wir sind aber sehr stolz darauf, dass wir das so gut hinkriegen!
Reviererlebnisse: Apropos Tierwohl, gibt es Tage an denen die Alpakas gar keinen Bock haben oder Menschen richtig blöd finden?
Daniel: Naja, wenn es ganz schlimm regnet oder extrem heiß ist, dann haben die nicht wirklich Bock – aber das passt ja, da haben auch wir Menschen keinen Bock uns zu bewegen. (lacht)

„Für mich sind Alpakas und Lamas einfach faszinierend“

Reviererlebnisse: Was begeistert Dich selbst besonders an der Arbeit mit den Alpakas – und natürlich auch mit den Lamas, davon habt Ihr ja auch zwei!
Daniel: Für mich sind das die faszinierendsten Tierarten, die ich kenne. Die Wesensarten von Lama und Alpaka sind grundlegend verschieden. Das hat mit der Domestizierung zutun und dem Zweck, für den die Tiere ursprünglich domestiziert wurden. Lamas sind deutlich zugänglicher …
Reviererlebnisse: … ach, wirklich?
Daniel: Ja wirklich! Aber beide Wesensarten finde ich super, das ist so ähnlich wie mit dem Hunde- und Katzentyp.

„Dürfen die das?!“

Reviererlebnisse: Ehm, kurze aktuelle Zwischenfrage… dürfen die den Bambus fressen? (lachen)
Daniel: (lacht) Nö! Also der ist natürlich nicht giftig oder so, aber wir würden uns auch echt freuen, wenn der mal richtig wächst … aber da der Bambus ja genügsam ist und sehr schnell nachwächst, ist es auch egal … solange es ihm schmeckt!
Reviererlebnisse: Na dann zurück zum Thema! Sind die fünf ersten Alpakas noch auf deiner Farm oder hast Du manche Tiere auch wieder abgegeben?
Daniel: Abgegeben nicht, vier der ersten fünf sind noch hier, eins ist leider im Laufe der Zeit verstorben.

Reviererlebnisse: Die Frage stellt man eigentlich nicht, aber hast Du ein Lieblingsalpaka – geht das überhaupt bei so vielen tollen Tieren?
Daniel: Klar, ich habe eins, Metti heißt der …
Reviererlebnisse: Ist Metti schon lange auf der Alpaka-Farm?
Daniel: Ja, Metti gehört auch zu den ersten fünf. Aber ich sag mal so, zu diesen fünf habe ich auch generell die stärkste Bindung. Natürlich habe ich auch zu den anderen eine gute Bindung, aber die ersten fünf sind ja die, die so unfassbar viel in meinem Leben verändert haben. Von daher muss mein Lieblingstier sich darunter befinden. Und wenns Metti nicht wäre, wäre es Jackomo, der Graue.

Eine Freundschaft, die alles verändert hat: Daniel mit seinen Alpakas
Foto by Daniels kleine Farm

Ein paar Fragen zum Pott – ohne geht’s nicht!

Reviererlebnisse: Als Erlebnisportal im Ruhrgebiet dürfen ein paar Ruhrgebietsfragen in diesem Interview natürlich nicht fehlen! Bist du hier geboren?
Daniel: Ich bin in Bochum geboren.
Reviererlebnisse: Und immer im Ruhrgebiet geblieben?
Daniel: Ja, nicht mal das Studieren habe ich auswärts geschafft (lacht), da war ich an der FH in Gelsenkirchen und bin auch in Castrop wohnen geblieben. Ich bin sehr heimatverbunden.
Reviererlebnisse: Warum bist Du so verbunden mit dem Ruhrgebiet?
Daniel: Puh, ich glaube einfach, weil es meine Heimat ist. Mein Vater ist Dachdecker, ich bin in einer Handwerksfamilie aufgewachsen, Teile der Familie haben auch auf’m Pütt gearbeitet. Ich bin zwar Globetrotter und reise gerne, aber ich komme mindestens genauso gerne immer wieder zurück! Mit Castrop fühle ich mich heimatlich einfach sehr stark verbunden, darum dachte ich z.B. auch, dass die Farm ein sinnvoller Beitrag für meine Heimatstadt wäre.
Reviererlebnisse: Deine Farm passt ja auch super zur immer fortschreitenden Renaturierung und dem Strukturwandel im Ruhrgebiet. Hast Du eine Lieblingsstadt im Ruhrgebiet?
Daniel: Ich mag Dortmund tatsächlich am liebsten, obwohl ich in Bochum geboren wurde.
Reviererlebnisse: Hast Du einen Lieblingsort?
Daniel: Meinen Hof hier! Unten auf den beiden großen Wiesen, das ist mein absoluter Lieblingsort.
Reviererlebnisse: Was macht den Ruhrpottcharme für Dich aus?
Daniel: Die sehr authentische und offene Art und Weise zu reden – geradeheraus, teilweise auch ein bisschen schnodderig. Das mag ich sehr!

Reviererlebnisse: Wir danken Dir, Daniel, ganz herzlich für das interessante und unterhaltsame Interview und freuen uns sehr, Dich als Partner auf unserem Erlebnisportal begrüßen zu dürfen! Und natürlich freuen wir uns schon jetzt genauso sehr auf unseren nächsten Besuch bei deinen Alpakas und unserem flauschigen Patenkind Rocketman!

Du hast jetzt richtig Lust auf Yoga mit Alpakas? Dann schau mal hier!

Mehr zu Daniels kleine Farm und den liebenswerten Alpakas und Lamas findest Du nicht nur auf seiner Webseite sondern auch auf dem IG-Account der Farm.

COMMENTS